Reviews
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metal.de vom 25.05.2008
Mit DISTURBED verbindet mich eine ganz ähnliche Erfahrung, wie sie Thomas bereits in seinem Review zu "Ten Thousand Fists" beschrieben hat. Exakt der gleiche Song "Down With The Sickness" mit Davids extravaganten Stakkato-Schreieinlagen, dazu noch ein relativ sinnfreies Interview in irgendeiner Musikzeitschrift haben mich erstmal auf Abstand zur Band gebracht. Als sie damals ihr Debüt "The Sickness" rausbrachten, waren sie für mich eine Nu-Metal-Band unter vielen, und nicht weiter interessant.
Das änderte sich schnell mit "Believe", aufgrund dessen ich "The Sickness" nochmal genauer unter die Lupe nahm. Und was soll ich sagen: DISTURBED sind keine Band unter vielen, sondern eine der wenigen, die den Unterschied machen.
Das liegt nicht nur an der eigensinnigen Mischung aus Nu Metal, Neo-Thrash und Hard Rock, ihrem erfolgversprechenden Gespür für großartige Melodien, sondern auch an ihrem charismatischen Sänger, der wie kein anderer das Gesicht der Band prägt.
Die Band ist sich ihrem Rhythmus von plus-minus drei Jahren treu geblieben, und mit der vorab veröffentlichten Single "Inside The Fire" gab es einen kleinen, aber sehr überzeugenden Vorgeschmack, wohin die Reise nach "Ten Thousand Fists" gehen sollte. Mich hat das Album damals nicht so umgehauen, ich sah es eher auf gleicher Augenhöhe bzw. doch ein kleines Stück darunter, als die starken Vorgänger. Weiterlesen.
"Die Gestörten rockten Berlin"
Gestern Abend ging in der Columbia Halle in Berlin gewaltig die Post ab. Denn Disturbed luden, zusammen mit Shinedown, zum Rock-Fest der Superlative ein. Die 4 Metaler aus Chicago brachten Berlin zum Kochen. Allein schon der Beginn war im wahrsten Sinn "Horror". Denn als David Draiman, Sänger der 4-Mann-Band, als "Hannibal Lector" auf die Bühne gefahren wurde, tobte die Menge. "Perfect Insanity" hieß der erste Song, den Sie rockten, und die Menge flippte aus.
Rund 1 1/2 Stunden rockten Disturbed die Bühne. Die Menge stand von Anfang an nicht mehr still. Mit Songs wie "Just Stop", "Deify", "The Game", "Haunted" und "Stricken" gaben sie auch Anlass dazu, nicht mehr still zu sein. John Moyer, Mike Wengren und Dan Donegan brillierten an Gitarre, Drums und Co. Sie spielten, als gäbe es keinen Morgen mehr - gestört halt!
Die Stimmung fand einen ersten Höhepunkt, als sie ein Medley zum Besten gaben - inklusive "Guarded" und "Meaning of Life." Nach "The Game" verlangte das Publikum, selbstverständlich, eine Zugabe, was Disturbed mit ihrer ersten Single aus dem aktuellen Album "Indestructible" beantworteten - "Inside the Fire." Mit den Worten "Welcome to the Fam" begrüßte David die Leute, die das erste Mal ein Disturbed-Konzert besuchten. Mit "Stricken" ging es gleich "heavy" weiter. Dan Donegan, seines Zeichens Gitarrist bei Disturbed, legte ein Solo hin, das alle anderen Soli übertraf. Weiterlesen.
